Unwählbar – eine alte Kampagne

Wir werben nicht das erste Mal fürs Ungültigwählen. Schon 2004 waren wir mit einer Website am Start – der ersten großen Aktion des Helgoländer Vorboten (HV). (Damals gehörte uns auch noch die de-Domain ohne Umlaut (unwaehlbar.de), bei einem Umzugsversuch wurde sie dann abgängig und seitdem sollen wir sie von Domaingrabbern zurückkaufen. )unwaehlbar-web-2005

Deutlicher vernommen wurde allerdings unsere (arbeitsintensive) Kür der „besten Zwischenrufer des Deutschen Bundestags“ in der Legislaturperiode 2001 bis 2005.  Fast alle aktuellen Medien berichteten darüber, die Süddeusche widmete der Aktion ihr Streiflicht, es gab Kommentare und Fernsehinterviews. Nur die tiefere Botschaft kam leider nicht an.

Toll und beeindruckend war damals auch die Aktionsseite „ich-geh-nicht-hin.de“, auf der sich Nichtwähler verewigen konnten; die Initiatoren sind allerdings brave Pro-Wahl-Aktivisten, und so haben sie, vom eigenen Erfolg irritiert, 2009 die biedere Kampagne „Geh-nicht-hin.de“ initiiert (auch nicht mehr online).

Deshalb machen wir jetzt 2013 wieder knapp vor der Wahl etwas Tamtam. Weil in den öffentlichen Diskussionen die Möglichkeiten des aktiven Nichtwählens durch Abgabe eines ungültigen Stimmzettels praktisch überhaupt nicht vorkommt. Angesprochen werden sollen damit die passiven Nichtwähler – hier sollte sich ein erhebliches Potential befinden.

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